War der Bombenkrieg gegen Deutschland ein Kriegsverbrechen?

Im Zweiten Weltkrieg führten die britischen und amerikanischen Bomberangriffe auf Deutschland zu einem hohen Blutzoll unter der Zivilbevölkerung. Über 150 deutsche Städte wurden schwer oder gar vollständig zerstört, darunter Köln, das zu 70 Prozent verwüstet wurde, und Berlin, das über eine halbe Million Wohnungen verlor. In Hamburg verlieren etwa 35.000 bis 40.000 Menschen ihr Leben, beim Angriff auf Dresden im Februar 1945 bis zu 25.000. Der Krieg, den Deutschland mit dem Überfall auf Polen im September 1939 beginnt, zeichnet sich durch den Einsatz von Bombenflugzeugen aus. Warschau, Rotterdam und das englische Coventry werden weitgehend zerstört. Die deutsche Propaganda bezeichnet diese als "Coventrieren", was die Vernichtung einer ganzen Stadt bedeutet. Gemäß der Analyse des Militärhistorikers Prof. Sönke Neitzel radikalisiert jedoch keine andere Luftmacht den Luftkrieg so stark wie die britische Royal Air Force unter dem Befehlshaber Arthur Harris. Ab Februar 1942 führt die britische Luftwaffe Terrorangriffe gegen die deutsche Zivilbevölkerung durch. Die Intention dieser Strategie bestand darin, die Moral der deutschen Bevölkerung zu brechen und sie zum Aufstand gegen Hitler zu bewegen, wodurch der Krieg verkürzt werden sollte.Als Folge der Angriffe wurden große Teile Deutschlands zu Trümmern. Die Bevölkerung war gezwungen, in den Bombennächten Schutz in Luftschutzbunkern oder notgedrungen in den eigenen Kellern zu suchen.Allerdings blieb eine Revolte gegen das NS-Regime aus und die Strategie der Alliierten erweist sich als nicht erfolgreich. Die Frage, ob diese Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg tatsächlich kriegsnotwendig und vom Völkerrecht gedeckt waren oder ob die Bombenangriffe als Kriegsverbrechen zu betrachten sind, wird im Folgenden erörtert.

2025-03-23 16:43:05 - ToMa

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